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Lesvos & Samos

Lesvos ist fast das Gegenteil von Rhodos. Sehr griechisch, die Touristen sind auf wenige Gebiete wie Sigri oder Eressos konzentriert. Der Ost- und Nordteil der Insel sind grün und voller Olivenbäume, der Westen marsähnlich. Die Straßen sind alle asphaltiert, aber sehr kurvig und ein stetiges bergauf und bergab, mit teilweise bis zu 15 %, erschweren die Fahrt.
Der erste Teil der Fahrt führte entlang der Ostküste, immer in Sichtweite der tür-
kischen Küste. Nach dem Besuch des in ganz Griechenland berühmten Wallfahrts-
klosters Moni Ag. Raffail übernachteten wir in Skala Mistegnon. Bis nach Mandamados windet sich die Straße in eine Bucht nach der anderen hinab und nach dem meist kleinem Fischerhafen oder schönem Sandstrand wieder auf die nächste Anhöhe hinauf zur nächsten Bucht. Die kleine Stadt Mandamados liegt mehr im Landesinneren und ist bekannt für ihre Keramikwerkstätten. Die Kleinstadt hat eine schöne Platia an der sich die wichtigsten Geschäfte reihen. Sogar ein Internetcafe gibt es dort. Von Mandamados ging es nach Sykamia und zur Skala. Sykamia liegt wie ein Schwalbennest 300 Meter über dem Meer. Zum Strand fuhren wir langsamst im zweiten, teilweise im ersten Gang. Die zwei Buchten sind schön, eine mit einem kleinen Hafen. Die ganze Szenerie wird in einem Roman "Die Madonna mit dem Fischleib" beschrieben. Danach ging es an den Abhängen des höchsten Berges der Insel entlang nach Mithyma. Mithyma ist reizvoll. Festungsbewehrter Berg über Stadt und Hafen, schöne kleine Gassen aber fest in der Hand von Pauschaltouristen.
Über Petra, auch eine Hochburg des Tourismus ging es weiter in den Westen der Insel. Die nächste Übernachtung war in Gavathas, einem einsamen Hafen mit Kapelle auf einem Felsen, einigen Ferienhäusern, zwei Tavernen, einem weiten Sandstrand. Ideal, wenn man totale Abgeschiedenheit sucht. Am nächsten Tag war Sigri unser Ziel. Der Westen von Lesvos ist von vergangener vulkanischer Aktivität gezeichnet. Eine marsähnliche Landschaft ohne Bäume, trocken, mit Vulkankegeln und Lava Schutthalden. Hier befindet sich eine der größten Sehenswürdigkeiten von Lesvos. Der versteinerte Wald. Das Besichtigungsgebiet liegt auf einem sonnendurchglühten Lavahang und ist in ungefähr einer Stunde zu durchwandern. Die von einem Vulkanausbruch verschütteten und versteinerten Mammutbäume sind noch in beeindruckenden Resten zu sehen.
Sigri ist ein reizender Hafenort der auf Engländer ausgerichtet ist. Von Sigri fuhren wir nach Eressos, ein anderer bekannter Touristenort an der Küste, der uns aber nicht gefiel. Zu laut und zu hektisch. Der Strand ist allerdings schön. Unterwegs besichtigten wir das Kloster Moni Ypsilou, dass auf der Spitze eines Vulkankegels erbaut ist. Die Zufahrt ist schon atemberaubend, die Sicht nach Kleinasien und ist die Weite der Ägäis einzigartig. Der Wind pfeift um die dicken Klostermauern aber im Klosterhof ist es windstill, warm und ruhig. Über die üblich gewundenen Straßen erreichten wird Tavari, wieder so ein kleiner griechisch gehaltener Ferienort.
Essen: Im Gegensatz zu anderen griechischen Gegenden sind die Octopusse hier wirklich aus dem Meer vor der "Haustür".
Mytilini: Viele kleine Geschäfte, viele Menschen, ist aber trotzdem nicht groß. Der ganze Wirbel spielt sich eigentlich an der Straße um den Hafen ab. Danach umrundeten wir die Amalia Halbinsel im Süden er Insel. Hier gibt es viele schöne Sandstrände und Buchten

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